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CD2019_DER SPATE WIND ...

Eines steht fest: ... Ein Album zum Nebenherhorchen ist „DER SPATE WIND" nicht. Da muss man zuhören, am besten noch die Texte im Booklet mitlesen, Denn die Lieder des Teisendorfers Karl von Karlsbach alias Hermann Stützer sind Poesie, von der man sich kein Wort entgehen lassen sollte.

Wenn der 1952 geborene ehemalige Gärtner, Kulturmanager und FDP-Politiker, der in den 70ern als Liedermacher unterwegs war (s.Portrait i.d.MUH 21) vom „spaten Wind“ singt, dann ist das kein Kokettieren mit dem Alter oder mit der Tatsache, dass er nach so langer Zeit mit verschiedensten Berufen erst vor einigen Jahren wieder angefangen hat, zu dichten und zu singen: Es ist, so hat man den Eindruck, eine poetisch-sachliche Bestandsaufnahme der Gefühlssituation Ü65. Ein Alter, in dem man vor- und zurückschaut.

 

Erschreckend plastisch das Lied „S’Kripplgspenst“, das das Bild einer Übernahme der Gesellschaft durch eine braune „Grattlerbagage“ zeichnet. Aber auch der Rückblick ist nicht frei von Düsternis und heraufgespülter Angst.
Der „Psalmonellen Blues“ ist die Biographie des Bayerwaldler Schülers Franz Wimbauer, der nach Missbrauch durch Lehrer und Geistlichkeit zum Kriminellen wird. Karl von Karlsbachs Sprache ist der oberbairische Dialekt, mal dezent, mal brachialer eingesetzt, seine musikalische Sprache reicht über bayerische Volkslieder und Liedermacherklänge bis zum Blues. Besonders schön:

 

Die Gitarre von Frank Schimann und vor allem die pointierte Bluesharp von
Ferdl Eichner, der die Lieder sparsam und wirksam arrangiert hat.

                                                                                                     [BR Ulrike Zöller]

sowiesound
 

Die Musik Karl von Karlsbachs [KvK] wächst mit seiner zweiten CD weiter in eine neue und spannend-andere Ebene. Klassischer Song, Ballade, Blues, Rock, Kunst- und Volkslied begegnen sich und verweben zu stimmigen Hör-Erlebnissen. Aus ePiano, Guitarren u. BluesHarp schälen sich form- und klangschöne Botschaften mit unüberhörbarem Anspruch.

 

Musikalisches Können und das einfühlsame Spiel der drei Musiker bilden das Textniveau in unverwechselbarem Groove mit ab. Mit bairischem Hintersinn und überzeugtem lyrischen Ich wächst die gleichwohl unterhaltende Musik von rotzfrechen Balladen hinüber zu engagiert-gesellschaftskritischen Chansons.

 

Karl von Karlsbachs dialektsichere Sprache verleiht seinen Texten eine, echte, bodenständigeTrittsicherheit mit leichtfüßiger Milieu- und Gefühlskompetenz „…so als hätte der Mann nie etwas anderes gemacht …“ [zit. MUH 2017]

 

Mit zwei wunderschönen Literatur-Vertonungen zum Schluss: Theodor Kramer, Österreich [1884-1956] und Max Dingler, Bayern [1883-1961] münden die Lieder in einen Ausklang stiller Betrachtung.

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Eine CD zum Zurücklehnen und Augenschließen ...

absolut hörenswert.                                                                  [off. Labeltext]

 

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 

... noch angekündigt für Sommer/Herbst [Corona-Verzug]

 

 

CD-Vorstellung auf BR-Heimat

Sendung "Schmankerl" am Palmsamstag 4.4.2020

 

"..... man muss sich die Lieder konzentriert anhören ... erst dann kommt man dahinter, wie gehaltvoll und poetisch die Gesänge sind ... DER SPATE WIND
von Karl von Karlsbach ist weniger ein Schmankerl als vielmehr schwere Kost,

aber eine kostbare Kost, die einzunehmen sich lohnt.

Bairisch ist halt nicht immer nur a Gaudi! ..."

                                                                   [BR, Redaktion, Mod. Conny Glogger]
 

TV-Interview RFO

10.02.2020 in der Villa in Teisendorf ...

 

"..... Früher war er Politiker, heute widmet er sich ganz der Musik.
Der frühere Regensburger Domspatz Hermann Stützer führt er sehr vielseitiges Leben. Teresa Cilwa hat ihn in Teisendorf im Landkreis Berchtesgaden getroffen um mit ihm über die vielen Facetten seines Lebens zu sprechen ..."

 

PASSAUER NEUE PRESSE regional SüdOst

" ... Denn alle Lieder sind wahre Schmankerl, deren Tiefe sich erst beim wiederholten Zuhören und bei Verinnerlichung der Texte, die der CD beiliegen, richtig erfassen läßt.

 

Die meisten Lieder haben einen ernsten ... Hintergrund und lassen in Abgründe der Gesellschaft blicken. Sie schildern ... "Tiefpunkte", etwa im "Psalmonellen-Blues". Dieser beschreibt schonungslos die Zustände in einem Knabenchor-Internat "streng geführt mit elitekatholischem Drill pädagogisch bewährter Präfekten". In dieses kommt der "Wimbauer Franz", ein Bauernbub, der darin zwar kaputtgeht, sich aber nicht beugt. Ein anderes Beispiel ist "s'Kripplgspenst", in dem die wiedererstarkende Naziszene aufs Korn genommen wird, die's im Land "scho wieder duster" wern laßt.

 

Bei aller Nachdenklichkeit blitzen dennoch auch tröstende Gedanken in den Liedern durch, wenn es zum Beispiel im "Spaten Wind" heißt: "hob an kloan Schimmer im Herzn drin, hot englblaue Augn und den Schimmer drin".
Die Lieder sind von Karl von Karlsbach gsungen und auf dem E-Piano gespielt, komponiert, arrangiert und bis auf zwei auch von ihm selbst getextet. ... Das großartige Können und musikal. Gespür auch der beiden Begleiter, Frank Schimann (Gitarre) und Ferdl Eichner (Bluesharp) ist bei jedem der neun Lieder spürbar ...

 

Karl von Karlsbach hat in den 70er-Jahren Musik in der Münchner Liedermacher-szene mit Fredl Fesl und anderen gemacht ... er bezeichnet sein derzeitiges musikalisches Wirken als "Wiederbetätigung". ... wer ihn etwas näher kennt, wird auch so manches Autobiographisches in den mit treffsicherem Dialekt verfassten Liedern entdecken ...

                                                                                                   [Monika Konnert]

CD2016

 

 

 

 

 

 

 

 

. . . die STIMMEN der ANDEREN

 

 

Bairisches Kulturjournal "MUH"
" ... Diese CD ist ein kleines Liedermacherwunder ...
"VERGUNN" vereint mit einer unerhörten Selbstverständlichkeit, als hätte der Mann nie etwas anderes gemacht, Songs von hoher musikalischer wie lyrischer Dichte, wohlüberlegt und trotzdem aus der Tiefe einer spürenden Seele. Vier davon sang KvK schon 1975, aber sie wirken nicht antiquiert, sind frisch, klug- manchmal vielleicht ein wenig altklug.

Die Texte sind mal von der Poesie eines Harald Grill, dann wieder verschroben mystisch. Hier hebt einer ab."
                                                                                            [Ausg.20/2016, Ch.Lex]

 Kulturzeitschrift "ZWIEFACH" Ausg.3/2016

 

 "VERGUNN" des Liedermachers Karl von Karlsbach berührt mit meisterhaften Texten im Dialekt und sanften Melodien. Begleitet von Gitarre und Klavier, die zwischen Blues und Jazz schwingen und sogar streicheln, klingen manchmal kernige, ruhige Heimatbilder wie im Untersberg-Liad: ("... in mei'n Zimmer steht a woacher Sessel, z'sammghuckt is mei' Kannapee, ziagt de Weißwurscht siadad staad im Kessel, übern Sunntog broat 'si der Kaffee. ") Hier portraitiert mit seiner lebenserfahrenen Stimme Karl von Karlsbach vertraute Milieu-Geschichten (manchmal geradezu zu vertraut) etwa in "Unser Nest" - "wo si d'Weiber bei'n Eikafa s'Mäu gfransert ratschn und wo jeden Samstag a d'Maiandacht hatschn ... Dees is dees Nest, da bin i dahoam." 
Nur ein Lied auf Hochdeutsch gräbt Schatten auf: ... was für ein intensives Gedicht von Peter Huchel! Er erzählt von den Schrecken des Krieges, doch "Vergunn" taucht seiner Zärtlichkeit ein in eine Achterbahn voller Emotionen:"Die Schattenchaussee".

 

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG Ausg.16.2.2016 

[CD"VERGUNN"_Anm.]

 

"... zu Wishbone Ashs Anfangszeiten hatte sich meine allererste Band gerade irgendwie aufgelöst. Sie hieß Cicero Cum Sociis, war also weltweit die einzige Band mit einem astreinen Ablativ und darüber hinaus nur bedingt berühmt. Also eher gar nicht. Obwohl wir einen Sänger hatten, der seine Stimmbänder bei den Regensburger Domspatzen trainieren durfte und dort auch insgesamt musikalisch viel gelernt hat. Eine echte Rampensau. Wir spielten damals die frühe N Bee Gees , "Spicks & Specks" etwa, "A Whiter Shade of Pale" von Procol Harum oder "Tell Me" von den Stones. Und immer sang der Stützer Hermann. Jetzt, vier Dekaden nach der Band mit dem Ablativ, landet eine CD auf meinem Schreibtisch mit dem rätselhaften Titel VERGUNN und - siehe da - voll mit größtenteils Eigenem von, ja, unserem damaligen Sänger. Die Musik? Eine hübsche Mischung aus Fesl, Wecker, v. Goisern, Wader und Stützer. Und natürlich, unvermeidlich, "Bobby McGee" von K. Kristofferson, erschienen bei Sowiesound. Vielleicht ein bisschen aus der Zeit gefallen. Doch gäbe es heute noch eine Liederbühne Robinson, ein Muh, ein Song Parnass, wo sich Münchens Kleinkünstler einst im Rundlauf immer wieder trafen, er wäre wohl einer von ihnen gewesen".

                                                                                                         [Karl Forster]

"EIN UNGERADER" [Portrait]

 

" ... das Debutalbum ["VERGUNN"Anm.] von Hermann Stützer, erschienen unter dem Pseudonym Karl von Karlsbach - Kürzel KvK - ist eine ziemlich herausragende, eigene und auf ganz eigenartige Weise einnehmende Angelegenheit mit unerwartet wuchernden Arrangements und varreckten Harmonien, sonischen Experimenten und hörenswerten Texten - wohl nicht für jedermanns Ohr, aber jenseits von jeglichem Songwriter-08/15."

                                                                                                   [Die Redaktion]

LOTUS RECORDS  

 

Die CD "VERGUNN", die unter Pseudonym erscheint (Karl von Karlsbach vulgo: kavka), gehört zum Bemerkenswertesten, das in diesem Genre veröffentlicht wurde. Neu-Gruppiertes und Zitiertes aber nie ganz Traditionelles, im Hintergrund viel Präsentes und Erspürbares, alles schwingt irgendwie, um erlebt zu werden. Ungewöhnlich klangschöne Arrangements mit natürlichem Klavier und großartig gespielte Gitarren verdichten zu fast kammermusikalischen Sounds ...

So wie hier ging es irgendwie noch nie zusammen.

                                                                                                  [Harald Tautscher]

SOWIESOUND RECORDS 

 

[...] Seine späte CD "VERGUNN" lässt nun entsprechend aufhorchen. Große Texte, die einen schwer loslassen, Musik unplugged, großartig gespielt und polyphon gesungen [...] Mit gut sechzig Jahren beschert sich Karl von Karlsbach nun selbst einen späten „Vergunn“. Nachdem an weitere Aufnahmen schon gedacht wird, kann man gespannt sein, was noch alles jene Bühne betritt, auf der von FREDL FESL bis HUBERT VON GOISERN u.v.a. schon so viel Unvorherzusehendes geschehen ist. Denn dieser KAvKA ist auch ein neuer und ein nochmal ganz anderer Besen.

 

                                                                                                      [Robert Kainar]

* * * * * ... Rezensionen [Auszug]

 

Ein Lichtblick im bayrischen Liedermacher-Sektor.

Für mich ist das Werk eine Meisterleistung eines unheimlich talentierten Spätberufenen. Die Texte sind nachdenklich, lustig, gesellschaftskritisch bis traurig schön, und von einer authentischen Ehrlichkeit geprägt. Man merkt auch die Liebe zur bayrischen Sprache, welche durchaus, mit Augenzwinkern auch manchmal einen derben Ton trifft. Es ist erkennbar, daß hier den Leuten extrem "aufs Maul" gesehen wurde.Die Stimme ist warm und angenehm, und passt wunderbar zum Stil.
Alles in Allem eine erfrischende Neuentdecku
ng ["VERGUNN"Anm.]

AMAZON [ANONYM-Rezension Anm.]

 

Diese CD ist bemerkenswert. In den Texten berührt die Unmittelbarkeit der "Geschichten", in der Musik die Originalität und der stets warme, einhüllende Sound. Nichts ist schablonenhaft, billig, gewöhnlich. Ob es die pointierte Begleitung ist (einen Sonderbonus erspielt sich der fabelhafte Gitarrist Tom Reif), die atmosphärische Verdichtung durch mehrstimmige Passagen, die teilweise ungewöhnliche Harmonik (wie etwa in "VERGUNN") oder das ganz "einfach" scheinende Lied. Jedes Stück berührt unmittelbar und auf ganz eigene Weise. Die Texte sind teilweise unglaublich lustig (Unser Nest), dann wieder sehr nachdenklich (etwa Schattenchaussee, Text hierbei von Peter Huchel und als einziges Lied hochdeutsch) und dann eben auch nicht nur lustig. So ist "Aso a Bobby McGee" neben seinen komischen Elementen auch eine Auseinandersetzung mit nicht gelebten Träumen und einem Leben in vielleicht zu eng gesetzten Normen. Andererseits liegt in der weit gespannten Polarität zwischen einen Berchtesgadener Bauern und einer Vertreterin der Hippiekultur eben gerade der Reiz dieses wunderbaren Songs und man will eigentlich nicht, dass er aufhört.

Mir persönlich gefällt am besten "VERGUNN". Die Musik schraubt sich zunächst aus verwinkelter Harmonik empor bis zum Schluß wieder eine Form gefunden ist, die uns einhüllt und wärmt. Jede Strophe scheint anders und ist es auch. Musikalisch wie vom Text her. Und doch hängt alles zusammen, der rote Faden geht nie verloren.
Eine CD mit hohem Suchtfaktor.

 

 

 

 

 

 

Nach einem Konzert in der Uni-Mensa Regensburg  [Anm.]

 ".... manche seiner Lieder verströmen Schubert’sches Flair"

 

                                                         [Klaus Jürgen Schmidt]